Hans_Glueck - 13. Jul, 21:33
City : Am Fenster
Hans_Glueck - 12. Jul, 14:42
syd barrett
06.Jan.1946-07.Jul.2006
Das Popgewerbe gilt als zynischer als das Kreditgeschäft oder der Fußball. Manchmal glaubt man das sogar. Es ist gerade einen Monat her, da führte Roger Waters in Berlin ein altes Album von Pink Floyd zum ersten Mal komplett und werktreu auf: "The Dark Side of the Moon" von 1973. 15 000 Menschen, viele um die 60, schlossen vor Genuß am Klang die Augen. Der Bassist der rettungslos zerstrittenen Megaband hatte gelegentlich erklärt, daß dieses Schlüsselwerk vom großen Ganzen handle, von den letzten Dingen und vom Dasein. Also eigentlich von nichts.
Es handelte aber vor 33 Jahren von Syd Barrett. Es war der verfrühte Nachruf auf einen sehr kranken Mann, nun ist der Mann 60jährig gestorben. Kurz nach der späten Open-Air-Premiere, die ihn noch einmal zum Mond schickte, auf dessen finstere Seite.
Barrett war der erste Gitarrist der Band Pink Floyd. In Cambridge lud er seinen älteren Schulfreund Roger Waters häufig ein, wenn er mit seiner Band The Mottoes vorm Kamin des Hauses Barrett probte. Seine Mutter nahm es hin als Trauerarbeit für den früh verstorbenen Vater. An der Kunstschule entstand daraus dieses Projekt mit dem verschrobenen Namen, den Syd Barrett aus seinen Idolen fügte, aus zwei reichlich randständigen Musikern des Blues, Pink Anderson und Floyd Council.
Allerdings beließ es Barrett nicht beim Blues. Die späten Sechziger hielten einiges bereit an Drogen, die sich sagenhaft auf alle Künste auszuwirken schienen. Auf der ersten Single "Arnold Lane" ist das zu hören, und noch eindruckvoller auf dem psychedelischen Debüt-Album "The Piper at the Gates of Dawn". Die körperlichen Nebenwirkungen sind schon zu sehen in dem Film, den Peter Whitehead 1966/67 drehte. "14 Hour Technicolor Dream Extravaganza" zeigt das Innere des Londoner Alexandra Palace. Yoko Ono und John Lennon freuen sich hier an den bunten Blasen, die über die Wände wabern, während Barrett an seiner Gitarre kauert und verloren auf dem immergleichen Ton beharrt.
Den letzten Auftritt absolvierte der bereits dem Wahn verfallene Syd Barrett am 20. Januar 1968 mit Pink Floyd in Hastings. Kurz darauf erklärte seine Band, ihn in den Ruhestand geschickt zu haben. David Gilmour übernahm die Rolle mit bekannten Folgen, die Gitarrenlinien wurden lyrischer, die Songstrukturen breiiger. Syd Barrett hatte - viele sagen unter Einflüssen von Pionieren wie Skrjabin und Satie statt unter Einflüssen von LSD und Pilzen - Songs als Sounds gedacht und umgekehrt. Allein spielte er brüchige Lieder ein, die sich kaum anders als vertonte Seelenäußerungen deuten ließen. 1970 kam "The Madcap Laughs" heraus, dann spielte Barrett bei John Peel im Radio, noch im selben Jahr erschien sein letztes Album "Barrett".
Still zog er aus London fort, zurück nach Cambridge und zu seiner Mutter. Er verschwand, wie man so sagt, in Depression und Dunkelheit. Aber das trifft es: Fans berichteten von Sichtungen des immer mythenhafter werdenden Mannes mit den Augenringen. Als gesichert gilt zwischen den seltsamsten Geschichten, daß Syd Barretts Mutter 1991 starb und er seit 1998 auch noch unter schwerer Diabetes litt. Die Zuckerkrankheit wird als Todesursache genannt.
"The Dark Side of The Moon", sein Nachruf, wurde an 25 Millionen Menschen verkauft. All jenen sind die Sprachfetzen vertraut, mit denen Waters schizophrene Schübe musikalisch illustrieren wollte und die Zeile: "If the band you're in starts playing different tunes / I'll see you on the dark side of the moon". Mag deine Band auch heute anders klingen, vielleicht sehen wir uns hinterm Mond
Aber Syd Barrett wird sich nie aus der Musik Pink Floyds verscheuchen lassen. Barrett fliegt als "Crazy Diamond" durch überlange Wohlfühlstücke. Barrett wird, "Whish You Where Here", auch ausdrücklich herbeigewünscht bei allen Soloauftritten der Hinterbliebenen. Und Barrett dient der Band gelegentlich als Grund, sich nicht die eitlen Köpfe einzuschlagen und gemeinsam eine Bühne zu betreten. Ihr schlechtes Gewissen, ihr guter Geist, ihr großes Geheimnis.
via Welt.de
Hans_Glueck - 12. Jul, 08:55
geblieben, trotz wm euphorie
und hype, die bild zeitung habe ich kein einziges mal
angerührt
Hans_Glueck - 10. Jul, 16:35
Die straffen Brüste siebzehnjähriger pullovertragender Mädchen sind schöner im Regen, wie sie versteckt unter den leichten Nylonmänteln hüpfen beim Überspringen von Pfützen auf dem Bürgersteig...
Hans_Glueck - 10. Jul, 16:35
zwei raucher in der raucherecke,
sich unterhaltend über rudi carells tot.
ich habe respekt wie er, seinem nahenden tot ins
auge sah und wenn man den letzten interviews
glauben schenken darf, ohne verbitterung, sehnsucht
oder zorn.
wenn ich wünschen dürfte, welchen tod suche ich mir aus??
Hans_Glueck - 10. Jul, 16:35
Dio - Heaven and Hell
Hans_Glueck - 7. Jul, 10:42
ein irischer freiheitskämpfer lässt sich auf eine insel versetzen, ein jahr, als wetterbeobachter.
das eiland ist winzig, eine hütte, die des wetterbeobachters und einen leuchtturm
gibt es dort. im leuchtturm, mit scherben aus glas und spitzen, zackigen metallstücken geschützt, lebt der leuchtturmwärter, ein verückter, bewaffnet und reden tut er auch nicht.
beide, alleine auf dieser öden insel.
was kommt ist die erste nacht und mit ihr ein geräusch wie regentropen auf einer strasse.
aus dem meer sind sie gekommen, wie fast jede der kommenden nächte, frosch ähnliche wesen, mit glatter, kalter reptilienhaut. ihr trappeln, ihre laute sind die regentropfen.
zur und in die hütte des wetterbeobachters wollen sie und wie es scheint kommen sie um die beiden männer an den enden der insel zu töten.
unser neuling kommt noch einmal mit dem leben davon, aber wie soll er das kommende jahr in einer ungeschützen hütte überleben. die beiden charaktere schließen sich zusammen, der eine, kampferprobt, hüter und beschützer des leuchtturms, der andere, grün hinter den ohren aber besitzer über ein paar tausend schuß munition und 2 gewehre...
eine zweckgemeinschaft nennt man so etwas, wielange kann das gutgehen.
ich habe bei diesem buch oft an schiffbruch mit tiger und an die wand gedacht, menschen, die in extremen situationen überleben möchten, einsam in einer unwirklichen welt, ohne eine chanche dieser zu entkommen.
was kommt am ende, die rettung, friede, selbstmord oder resignation?
das ende ist die krönung des buches.
Hans_Glueck - 7. Jul, 09:49
Der Gründer und frühere Chef des in einem Betrugsskandal untergegangenen US-Unternehmens Enron starb nach Angaben seiner Familie am Mittwoch in Aspen (Colorado) an einem Herzinfarkt. Es würden keine weiteren Einzelheiten veröffentlicht, hieß es in einer Stellungnahme.
Lay war nach Informationen des Senders CNN am Dienstagabend mit Herzproblemen ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben der Ärzte habe sein Herz am frühen Morgen versagt. Lay (64) war Ende Mai in Houston (Texas) wegen Betrugs und Verschwörung schuldig gesprochen worden. Er hatte stets seine Unschuld beteuert. Das Strafmaß sollte am 11. September verkündet werden. In einem Nebenverfahren war Lay auch wegen Bankbetruges und illegaler Börsengeschäfte schuldig gesprochen worden. Gegen Kaution war der Ex-Firmenchef zunächst von der Haft verschont worden.
Der einst weltgrößte Energiehändler Enron war im Dezember 2001 in einem Bilanzbetrugskandal zusammengebrochen. Der Finanzchef hatte Schuldenberge in dubiosen Partnerschaften versteckt und damit die prekäre Finanzlage verschleiert. Lay und sein Nachfolger im Chefsessel, Jeffrey Skilling, waren schuldig gesprochen worden, weil sie Angestellte und Investoren nach Überzeugung der Jury über die Finanzlage im Dunkeln ließen.
Nach dem Bankrott von Enron im Dezember 2001 verloren mehr als 4000 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze. Milliarden von Dollar in den Pensionskassen der Mitarbeiter gingen verloren. Anleger mussten mit ansehen, wie ihre Enron-Aktien von einstmals fast 90 Dollar bis auf wenige Cent abstürzten. Die Wall Street war schockiert.
Wegen der massiven Auswirkungen auf Angestellte und Anleger war der Fall Enron auch über die Grenzen der USA hinaus zum Inbegriff von Wirtschaftskriminalität und unternehmerischer Arroganz geworden. Er erregte zudem Aufsehen, weil Lay als Förderer der Republikanischen Partei ein enger Freund von US-Präsident George W. Bush und dessen Familie in Texas war. Die Pleite und weitere Bilanzskandale führten schließlich zu einem neuen Gesetz, das strengere Bilanzierungsregeln und härtere Kontrollen für börsennotierte US-Unternehmen brachte.
Quelle: Handelsblatt
Hans_Glueck - 6. Jul, 22:09